Arbeitskreis der kulturellen Vereine in Denzlingen e.V.

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7. Denzlinger Kulturwoche

Datum: 3.-11. Oktober 2015

Das gesamte Programm finden Sie unter >>> Archiv Kulturw. / 2015 Übersicht <<<

 

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Openair-Konzert im Einbollen-Stadion

Datum: 19.07.2015
Uhrzeit: 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Ort: Einbollen-Stadion, Denzlingen

...mit der „Dutch Swing College Band“ - http://www.dsc.nl - (Niederlande)
und der „Boogie Connection“ - boogie-connection.de - (Waldkirch/Freiburg)

   

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Sinfoniekonzert mit dem Sinfonieorchester Emmendingen

Solist: Prof. Michael Leuschner, Klavier
Leitung: Michael Hartenberg

Samstag, 24. Mai 2014
19:30 Uhr (Einlass 19:00 Uhr)
Kultur- und Bürgerhaus Denzlingen, Lothar Fischer Saal

Franz Schubert: Ouverture e-Moll
Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 („Schottische“)
Das Sinfonieorchester Emmendingen (SOE) unter der Leitung von Michael Hartenberg ist nicht zum ersten Mal im KuB: in der Kulturwoche 2013 gestaltete das Orchester zusammen mit dem Denzlinger Musikverein eine Operetten- und Musical-Gala. Die Verbundenheit mit Denzlingen ist über Jahre gewachsen, sind doch viele Mitglieder des SOE im hiesigen Musikleben aktiv – bei den jährlichen Kantatengottesdienst an Weihnachten oder bei der unvergesslichen Aufführung des Musicals Anatevka vor zwei Jahren. Diesmal präsentiert das SOE sich mit Glanzstücken der Romantik.
Im Mittelpunkt des Programms steht Schumanns Klavierkonzert, das zu den beliebtesten Werken seiner Gattung gehört. Als Solist konnte Michael Leuschner, Professor für Klavier an der Musikhochschule Freiburg und erster Denzlinger Kulturpreisträger, gewonnen werden.
Sie möchten mehr erfahren? Dann besuchen Sie die Homepage des Emmendinger Sinfonieorchesters: www.sinfonieorchester-emmendingen.de
Veranstalter: Arbeitskreis der kulturellen Vereine in Denzlingen (AKVD)
Vorverkauf: 11 €/7 € (ermäßigt);
Denzlingen: Schreibwaren Markstahler, Hauptstr. 136
Emmendingen: Buchhandlung Sillmann, Tel. 07641/8563;
Abendkasse: 12 €/8 € (ermäßigt)

   

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Rätselhafter Mauracher Berg

Am Mittwoch (12. Februar 2014) fand auf Einladung der Gemeinde und des Arbeitskreises der kulturellen Vereine (AKVD) im voll besetzten Roccasaal ein Vortragsabend statt, von dem sich das zahlreich erschienene Publikum neue Erkenntnisse aus den archäologischen Grabungen auf dem Mauracher Berg erhoffte. Und die an der Geschichte des Berges und der Kirchenruine interessierten Zuhörer wurden nicht enttäuscht.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hollemann, der sich über das große Interesse erfreut zeigte und Prof. Dieter Geuenich für die Initiative und seine jahrzehntelangen Bemühungen um die Erforschung der Geschichte des Mauracher Berges dankte, stand zunächst die Urkunde mimurt der Erstnennung von Maurach (Muron) im Mittelpunkt. Am 21. Februar 962, nicht einmal 3 Wochen nach seiner Kaiserkrönung in Rom, hat Otto der Große die Urkunde noch in Italien ausgestellt. Mit diesem Dokument schenkte er dem später heilig gesprochenen Bischof Konrad von Konstanz unter anderem den Besitz im Ort Muron, und zwar „in den Grenzen, wie er zuvor für Graf Guntram im Breisgau als Besitz festgelegt war“.

Dieser Graf Guntram war 10 Jahre zuvor „wegen Untreue gegenüber dem König“ verurteilt und enteignet worden. Die Fragen, mit denen sich die beiden Archäologen Prof. Dr. Sebastian Brather und Benjamin Hamm M.A. von der Universität Freiburg auseinandersetzten, lauten demnach: Welche Gebäude standen vor 952 an und auf dem Mauracher Berg, als Muron dem Grafen Guntram gehörte, und welche Gebäude ließ der Bischof von Konstanz errichten, nachdem Muron 962 in dessen Besitz gelangt war? Erhalten geblieben ist auf dem Berg bekanntlich nur eine Kirchenruine, die - gemäß der Jahreszahl 1497 über dem Portal - erst mehr als fünf Jahrhunderte später errichtet worden ist, als Muron sich bereits im Besitz des Klosters Waldkirch befand.

Und in der Tat haben die Grabungen, die 2011, 2012 und 2013 unter der Leitung der beiden Referenten durchgeführt wurden, unter dem Boden Mauerstrukturen aufgedeckt, die einem Vorgängerbau der heutigen Kirchenruine zuzuordnen sind. Vor allem aber stießen die Archäologen immer wieder auf Gräber eines umfangreichen Friedhofs, der vor dem Bau der Kirche von 1497 angelegt worden sein muss. Denn deren Mauern stehen zum Teil auf den Gräbern des Friedhofs, der damit ebenfalls der Vorgängerkirche zugeordnet werden muss. Dieses ältere Gotteshaus war, wie der zugehörige Friedhof beweist, eine Pfarrkirche, und wir dürfen demnach in ihr die in den Schriftzeugnissen bezeugte „wahre Mutterkirche zu Glotter“ (vera mater ad Glotter) sehen.

Völlige Klarheit über die Datierung der Gräber und des Friedhofs ist von einer Analyse der Gebeine zu erwarten, die Prof. Brather bei Spezialisten an den Universitäten Tübingen und Heidelberg in Auftrag geben möchte. Dabei können das Geschlecht, das Lebensalter und möglicherweise auch die Todesursache der Bestatteten bestimmt werden.

Da für eine solche Analyse ca. 5.000 € erforderlich sind, hat der AKVD eine Spendenaktion gestartet, für die auch am Vortragsabend gesammelt wurde. Zusätzlich zu größeren Beträgen, die bereits vom Ehepaar Regula und Werner Schölly, von der Universität, von der Gemeinde, von Hans Maier und Wolfgang Hermann gespendet worden waren, kamen nach dem Vortrag spontan nochmals nahezu 500 € zusammen. Einzahlungen sind weiterhin auf das Konto des AKVD (Konto 247405, Raiffeisenbank Denzlingen-Sexau, BLZ 680 621 05) möglich; eine Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt.

Die beiden Archäologen beantworteten nach ihrem mit lang anhaltendem Beifall bedachten Vortrag noch zahlreiche Fragen aus dem Publikum, die das große Interesse der Denzlinger an der Geschichte „ihres“ Mauracher Berges deutlich werden ließen. Einige Fundstücke, die bei den Grabungen zutage kamen, waren in einer Vitrine präsentiert, die noch bis morgen (21.02.2014) im Foyer des Neuen Rathauses zu sehen ist.

Im März werden innerhalb und außerhalb der Kirchenruine erneut Georadar-Messungen vorgenommen werden, und am 4. August beginnt dann eine vierte Grabungskampagne, von der neue Erkenntnisse über die Vorgängerbauten und vielleicht auch über die vermutete Burg des Grafen Guntram zu erwarten sind.

Ein Download des Aufsatzes von Prof. Brather ist unter <Beitrag_Brather.pdf> und des Aufsatzes von Prof. Geuenich ist unter <Beitrag_Geuenich.pdf> möglich.

Bibliographische Nachweise:
- Sebastian Brather, Kirche, Friedhof und Burg (?) auf dem Mauracher Berg bei Denzlingen, in: Archäologische Nachrichten aus Baden 86/87 (2013) S. 59-66
- Dieter Geuenich, Curtis in cum ecclesia. Zur Lage und Bedeutung der Kirche zu Maurach (Denzlingen) im Mittelalter, in: Grosso Modo. Quellen und Funde aus Spätantike und Mittelalter, hg. von Niklot Krohn und Urusla Koch (2012) S. 215-224

   

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Vortragsveranstaltung


Die Gemeinde Denzlingen
und der
Arbeitskreis der kulturellen Vereine in Denzlingen (AKVD e.V.)
laden ein
zur Vortragsveranstaltung am Mittwoch, 12. Februar 2014,
20 Uhr im Rocca-Saal (Denzlingen, Hauptstraße 134).

Es sprechen

Prof. Dr. Sebastian Brather und Benjamin Hamm M.A.

(Universität Freiburg, Institut für Archäologische Wissenschaften, Abteilung Frühgeschichtliche Archäologie / Archäologie des Mittelalters)
über:

Kirche, Friedhof und Burg
auf dem Mauracher Berg

Archäologische Ausgrabungen 2011 bis 2013

Einführung und Diskussionsleitung: Prof. D. Dieter Geuenich

Eintritt frei
Um eine Spende für die Auswertung der Grabfunde und die Archäologischen Grabungen 2014 wird gebeten

   

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